Endlich mal wieder – Jogging

Zeit: 19:17 Uhr – 35 Minuten
Strecke: 6,53 km – Nordbrücken, Alte Elbe, kleine Runde im Park
Tempo: normal – Puls 152

Nach einer aufregenden Woche am Abend mal wieder ein paar Minuten zum Joggen gefunden. Die Tage zuvor waren vollgepackt mit Wahlkampf: Plakate kleben, vorbereiten, im Keller hin und her stapeln. Dann war da am Mittwoch noch der Wahlkampfauftritt unserer Kanzlerin Frau Merkel. Sichtlich genervt hat sie wohl zur Kenntnis genommen, dass sie doch nicht so tolle Arbeit geleistet hat. Und die Piraten konnten im Umfeld wieder einige Gespräche mit den Leuten führen und ich war doch sehr angetan von der Sympathie, die man den Piraten entgegen brachte. Ein Arte-Team verfolgte die Piraten dabei und Samstag gabs in den Nachrichten eine kleine Doku.

Samstag ging es dann zur Demo „Freiheit statt Angst“ nach Berlin. 30.000 Leute demonstrierten gegen die ausufernde Überwachung des Staates. Ich fand es imposant und es war eigentlich meine erste wirkliche Demonstration. Die Menschenmassen, das friedliche Miteinander und die kreativen Ideen, um auf die Probleme hinzuweisen. Leider gab es am Ende auch Ausschreitungen zwischen Polizei und friedlichen Demonstranten. Ich habe davon nichts mitbekommen, aber es zeigt uns mal wieder wie weit es schon gekommen ist in unserem Staate.

Nach einem schönen Samstagabend und Sonntag in Berlin ging es am Nachmittag wieder nach Magdeburg und wie gesagt, mal wieder Zeit für eine schöne Joggingrunde. Aber ich muss sagen, es wird Herbst. Das langärmlige Shirt musste schon mal raus heut.

Ach und noch was: Auch die SPD hats verpennt: www.unser-land-kann-mehr.de


Waage: 69,5

Stressige Woche

Also diese Woche ging es ja wohl drunter und drüber. Wird Zeit das die Wahl vorbei ist.

Montag nacht hängten wir die ersten Plakate der Piratenpartei in Magdeburg auf. Ich beim PlakatierenDienstag wie immer Stammtisch der Magdeburger Piraten.

Donnerstag gab sich der Herr Steinmeier in Magdeburg die Ehre. Meine erste große Wahlkampfveranstaltung, die ich je besuchte. Logisch hatte ich ne Piratenflagge übern Kopf und ein schickes oranges Piraten-T-Shirt. Impressionen hat ein MitPirat in Bildern festgehalten. Ich fand die Veranstaltung ja völlig abgehoben. Und auch schön zu sehen wie der normale Bürger ausgegrenzt wurde. Absperrgitter und Sicherheitsleute liessen keinen ohne irgendso ein Bändchen näher ran. Sehr bürgernah. Und auch die Bemerkung von Steinmeier auf einen Zwischenrufer während seiner schleimigen Rede….. ‚ ich versteh nichts, also ist es wohl nicht so wichtig…. ‚ sprach Bände. Allerdings war es auch interessant, das der Domplatz eher von NichtSPDler bevölkert war als von eben diesen. Schön der große Trupp Traktoren vom Anti-Atom-Treck auf dem Weg von Gorleben nach Berlin zur Demo. Hupenderweise fuhren sie von dannen. Bin gespannt auf den Auftritt von Frau Merkel nächsten Mittwoch in Magdeburg. Ich bin wieder da. Komisch wie sich so manches ändert im Leben.

Heute hieß es dann nochmal knapp 1000 von 2000 Hartfaserplatten für die Plakate in den Keller schleppen, die werden nun am Samstag und Sonntag bekleistert, also mit unseren Plakaten versehen. Wenn ich mir so vorstelle, Frau Merkel, Herr Steinmeier müßten so ihren Wahlkampf betreiben, wäre lustig.

Und Sonntag gibt es in Magdeburg auf dem Alten Markt auch noch ein öffentliches Plakatekleistern der Piraten. Das wird hoffentlich für richtig Aufsehen sorgen. Also kommt mal vorbei.

der sVen

CDU hats verpennt

Da hat sich die CDU oder vielleicht besser gesagt, eine von der CDU gut bezahlte Agentur eine tolle Wahlwerbekampagne ausgedacht: Wir haben die Kraft. Klatscht uns die Tage ja immer wieder vor die Augen. Was haben sie dabei aber verpennt? Heutzutage ist es doch bei der Planung solcher Kampagne auch wichtig, eine Plattform im Internet dafür zu schaffen und wenn man schon einen tollen Slogan hat…. Aber sieh selbst:

WirhabendieKraft.de

Wir-haben-die-Kraft.de

Meisterleistung …. der Piraten!

Runde Runde – Jogging

Zeit: 11:48 Uhr – 49 Minuten
Strecke: 9,16 km, – Petriförder, Nordbrücke, Zollstraße, quer übern Werder und eine große Runde im Stadtpark
Tempo: schneller wie gefühlt – Puls 157

Mittagssonnenrunde also wieder durch den Stadtpark. Vorher mal einen kleinen Abstecher über den Werder gemacht. Ich wollte kontrollieren, ob meine dort am Freitag verteilten Flyer der Piraten nicht schon irgendwo im Müll oder Straßenrand liegen. Nö, war alles in Ordnung.

Am Nachmittag sind wir dann noch eine zweite Runde durch Cracau geschlichen und haben fleißig zu dritt geflyert. Ruckzuck waren die restlichen Flyer und Kataloge verteilt. So jetzt wird gleich die Spannung steigen. Noch gut 30 Minuten und die Wahllokale in Sachsen, Thüringen und Saarland schließen. Besonders gespannt bin ich auf Sachsen, wo die Piraten den Landtag entern wollen. 2%, 3% oder gar doch 5%? Ich hoffe zumindest, dass die altherrschende Riege einen Schlag vor den Bug bekommen, egal woher, ausser stark von rechts. CDU und SPD müssen endlich einsehen, dass sie nicht mehr die Volksparteien sind. Sie sind mittlerweile viel zu weit weg vom Volk. Also Popcorn raus und Wahlsendungen einschalten.


Waage: 69,4

Wächterhäuser – demnächst auch in Magdeburg?

Gestern abend gab es im Moritzhof eine interessante Informationsveranstaltung zum Thema Wächterhäuser. Der Haushalten e.V. aus Leipzig stellte sein erfolgreich in Leipzig betriebenes Konzept zur Rettung von alten Häuser vor.

Was sind Wächterhäuser oder anders, was macht der Verein?

Der Verein sucht in der Stadt nach alten, stadteilprägenden, aber leider leer stehenden Häusern. Diese Häuser sind oftmals marode und dem Zerfall preisgegeben. Auch in Magdeburg sehen wir dies ja zur Genüge. Die Eigentümer haben entweder kein Interesse oder kein Geld für die Rettung dieser Häuser. Oftmals handelt es sich auch noch um denkmalgeschützte Objekte, was die Rettung nicht unbedingt einfacher macht. Der Verein sucht nun Kontakt zu den Eigentümern und verhandelt mit diesen einen sogenannten Gestattungsvertrag über 5 Jahre aus. Der Eigentümer verpflichtet sich darin, dass Haus in einen nutzbaren Zustand zu versetzen, also Dach dicht, kein Schimmel und die Grundsubstanz ist intakt, sowie Wasser- und Stromanschlüsse auf jeder Etage – also keine Vollsanierung. Der Verein vermittelt nun die Flächen für 5 Jahre an interessierte Nutzer, welche ein Nutzungskonzept vorlegen. Die Nutzer verpflichten sich, die Häuser zu beleben und dabei die vollen Nebenkosten zu tragen. Den Ausbau und die Renovierung übernimmt vollkommen der Nutzer und ist dort im Grunde auch frei in der Umsetzung seiner Ideen. Einzig wenn in die bauliche Substanz eingegriffen wird, also z.Bsp. eine Wand herausgerissen werden soll, muss der Eigentümer zustimmen und natürlich müssen auch die bauordnungstechnischen Vorschriften und Statik usf. beachtet werden. Die Vermittlung und Beratung übernimmt dabei der Verein. Die Nutzung ist nicht vorrangig für Wohnraum vorgesehen, sondern für gewerbliche und Mischnutzungen (ein Riesenatelier mit Wohnraum ist wohl nicht so selten). Oftmals sind es auch Ladengeschäfte in der unteren Etage, die leer stehen. Ist wohl auch ein Problem des deutschen Mietrechts, das zu solchen Konstrukten nötigt, da solch alternative Mietformen nicht zugelassen. Nach 5 Jahren müssen die Häuser eigentlich geräumt werden. Oftmals besteht aber wohl das Interesse, die Häuser so weiter zu betreiben und die Verträge werden verlängert oder aber in normale Mietverträge umgewandelt. Es gibt auch Fälle, wo die Nutzer das Haus dann vom Eigentümer kaufen werden.

Was sind die Vorteile?

Für die Eigentümer: Sie bekommen die Nebenkosten bezahlt, die ja auch bei Leerstand anfallen, die Bausubstanz wird erhalten und meist sogar verbessert und ihr Eigentum ist vor Vandalen und Verfall geschützt.

Die Nutzer: können ihr individuelles Nutzungskonzept umsetzen, die Kosten dabei sind sehr niedrig: eben die Nebenkosten und ein geringer Beitrag berechnet nach Quadratmeterzahl als Fördermitgliedschaft an den Verein ( wohl so um die 0.50 EUR pro qm, je mehr Fläche der Nutzer will, umso geringer wird der Preis)

Und im Endeffekt für die Stadt: das Haus wird belebt und erhalten, das Stadtbild damit verschönert und die kreativen Nutzungskonzepte beleben den Stadtteil. Meist werden auch Arbeitsplätze geschaffen, da oft die Flächen für Existenzgründungen genutzt werden. Ein Vertreter der Stadt Magdeburg war am Abend auch zugegen. Er hatte sich intensiv schon mit dem Thema befasst und die Stadt Magdeburg würde dem Vorhaben von Wächterhäuser positiv gegenüberstehen und unterstützen wo sie können.

Das Projekt läuft in Leipzig sehr erfolgreich, es gibt zur Zeit wohl 13 Häuser, 5 stehen auf der Vorbereitungsliste. Auf der anderen Seite ist die Liste der potentiellen Nutzer so um die 800 Interessenten lang. Also Bedarf ist auf beiden Seiten da: viele  Häuser stehen leer und nach Wohn+Gewerbeflächen Suchende gibts auch genug. Was ich auch toll finde, dass der Verein verschiedene Initiativen in die Häuser holt, die beim Ausbau helfen. So machten einmal litauische Stukateurslehrlinge einen Wettbewerb, wo sie ein ganzes Treppenhaus verschönerten.

Also ich finde dies ein sehr interessantes Konzept. Es gab gestern bei der Veranstaltung auch die ersten Bekundungen, solch einen Verein in Magdeburg zu gründen und auch erste Nutzer wollten ihr Konzept gestern schon loswerden. Ich bin gespannt auf die Entwicklung und würde mir wünschen, dass das ein oder andere Haus in Magdeburg durch diese Initiative gerettet werden würde.

Leute, Leute – Jogging

Zeit: 11:03 Uhr – 61 Minuten
Strecke: 10,82 km – Nordbrücken, Alte Elbe, große Runde im Stadtpark mit zusätzlicher Runde um Adolf-Mittag-See
Tempo: so lala, Puls 158

Es ging dann heut also mal wieder durch den Stadtpark und weil es so schön war mit Zusatzrunde. Vorher durfte ich mich mal wieder durch die Jubelmasse am Petriförder kämpfen. Keine Ahnung woher die Leute immer wissen, wo diese komischen Fischmärkte stattfinden. Die pilgerten da wieder in Scharen hin. Naja, wer keine anderen Hobbys hat….

Ich muß mir endlich mal eine Laufbrille besorgen, immer dieses Fliegen-aus-dem-Auge-popeln macht echt keinen Spaß.


Waage: 68,9